Sonnenseite
Sonnenseite

8 Superfoods, die wir nicht zu oft essen sollten

Der Begriff “Superfood” wurde das erste Mal genutzt, um im frühen 20. Jahrhundert Bananen anzupreisen. Heute wird das Wort Superfood genutzt, um jedes Lebensmittel zu beschreiben, dass viele Gesundheitsvorteile hat; besonders solche, die viele Nährstoffe besitzen und kalorienarm sind. Obwohl es viele Vorteile hat, Superfoods zu essen, kann es genauso gefährlich sein, zu viel davon zu sich zu nehmen, wie die ganze Zeit Fast Food zu essen.

Wir von Sonnenseite glauben an das Sprichwort: “alles in Maßen”. Obwohl es bestimmte Lebensmittel gibt, die im Vergleich zu anderen gesünder sind, sollten wir es mit ihnen nicht übertreiben, damit sie sich nicht negativ auf unsere Gesundheit auswirken.

1. Brokkoli kann den Darm reizen.

90 Gramm Brokkoli enthalten nur 31 Kalorien, 6 Gramm Kohlenhydrate und 0,3 Gramm Fett. Er ist reich an Ballaststoffen, Protein, Vitamin C, Kalium und anderen Vitaminen und Mineralien. Aber Studien haben ergeben, dass es Darmreizungen und Blähungen hervorrufen kann, wenn man zu viel Brokkoli oder auch andere kreuzblütige Gemüsesorten isst (“kreuzblütige” Gemüsesorten sind unter anderem Grünkohl, Blumenkohl, Kohl und Rosenkohl).

Noch alarmierender ist, dass es wegen des hohen Vitamin K-Gehalts schlecht für Menschen sein kann, die Herzmedikamente und Blutverdünner nehmen, wenn sie zu viel Brokkoli und andere Kreuzblütler essen.

2. Lachs kann blutverdünnend wirken.

Lachs ist eine gute, magere Proteinquelle und enthält viele Omega 3-Fettsäuren, die gegen Entzündungen helfen können. Schon 85 Gramm Lachs decken fast 30% des täglichen Proteinbedarfs eines Erwachsenen. Aber obwohl Lachs eine beliebte Wahl für viele gesundheitsorientierte Menschen ist, kann der übermäßige Konsum von Omega 3-Fettsäuren eine negative Wirkung auf die Menge der Blutplättchen haben und das Blut sogar verdünnen. Außerdem haben Studien gezeigt, dass es Quecksilber im Blut anreichern kann, wenn man zu viel Fisch isst — auch Lachs.

Es wurde herausgefunden, dass gezüchteter Lachs im Vergleich zu Wildlachs fast doppelt so viel Fett und Kalorien hat. Neue Untersuchungen zeigen auch, dass Zuchtlachs aufgrund der Verschmutzungen und Chemikalien, die sich im Farmwasser befinden, auch mit Übergewicht in Verbindung gebracht werden kann.

3. Zimt kann den Körper vergiften.

Zimt wird wegen seines hohen Gehalts an Antioxidantien und seiner medizinischen Eigenschaften als Superfood angesehen. Das populäre Apfelkuchengewürz kann Blutzuckerspiegel senken, Entzündungen verringern und Herzerkrankungen vorbeugen. Unter den Gewürzen gilt es daher als eins der besten Superfoods.

Trotz all seiner gesundheitlichen Vorteile sollte ein Erwachsener täglich aber nicht mehr als einen Teelöffel Zimt zu sich nehmen. Untersuchungen zufolge kann zu viel Zimt wegen des Cumarins, das er enthält, giftig sein. Cumarin ist besonders für Menschen mit Leberproblemen gefährlich und kann Leberschäden hervorrufen, wenn zu viel davon konsumiert wird.

Es ist wichtig, zu wissen, dass es verschiedene Zimtarten mit verschiedenen Cumarinkonzentrationen gibt:

  1. Cassia-Zimt (+1%) — gilt als “normaler Zimt”, den wir normalerweise benutzen
  2. Ceylon-Zimt (0,04% Cumarin) — auch als “echter Zimt” oder “mexikanischer Zimt” bekannt
  3. Indonesischer Zimt (4% Cumarin) — eine Unterart von Cassia Zimt, eher in Nordamerika beliebt
  4. Vietnamesischer Zimt (8% Cumarin) — stärker und süßer als andere Zimtarten

4. Avocado kann zu Fettablagerungen führen.

Avocados sind in letzten Jahren als Superfood weltweit beliebt geworden, weil sie so viele Nährstoffe enthalten. Eine Portion Avocado deckt ein Viertel des täglichen Vitamin K-Bedarfs eines Erwachsenen, ein Fünftel des Folsäure-Bedarfs und ein Zehntel des täglichen Vitamin E-Bedarfs. Die fette Frucht ist auch reich an Omega 3-Fettsäuren und Ballaststoffen, aber zu viel Avocado kann Entzündungen, Blähungen und Magenverstimmungen hervorrufen.

Wegen ihres hohen Fettgehalts sind Avocados nicht nur nährstoffreich, sondern auch hochkalorisch. Wie jede andere Kalorie auch, kann das zu Gewichtszunahmen führen. Wenn du vorhast, Avocados in deine täglichen Essgewohnheiten aufzunehmen, empfehlen Experten, 50 Gramm oder ein Drittel bis die Hälfte einer Avocado zu essen.

5. Hummus kann adipös machen.

Hummus ist ein Dip aus dem nahen Osten, der aus Kichererbsen, Sesampaste, Zitronen, Knoblauch und Olivenöl besteht. Die einzelnen Zutaten haben verschiedene gesundheitliche Vorteile, aber wenn man sie kombiniert, erhält man ein nährstoff- und proteinreiches Superfood. Hummus ist nicht nur für Veganer und Menschen mit Nussallergien und Gluten- oder Milchunverträglichkeiten geeignet, sondern wurde auch mit einer verbesserten Darmgesundheit und stabilisierten Blutzuckerspiegeln in Verbindung gebracht.

Es ist wichtig, anzumerken, dass die Vorteile von Hummus sich besonders auf hausgemachte Versionen beziehen. Die meisten Hummussorten, die man kaufen kann, sind nicht so gesund und könnten sogar gefährliche Zutaten wie große Mengen Natrium, unnötige Öle und Konservierungsstoffe enthalten. Fertiger Hummus kann genau wie andere verarbeitete Nahrungsmittel zu Fettleibigkeit und anderen Krankheiten beitragen, also sollte man ihn am besten selber machen.

6. Kombucha kann Säurelevel anheben.

Kombucha ist ein fermentierter, süßer Tee, der reich an Antioxidantien und Probiotika ist. Das Getränk wurde in den 90ern in vielen Haushalten beliebt, aber in China wird er bereits seit ca. 220 v.Chr. getrunken. Heute gilt Kombucha als gesundes Superfood und das Getränk schlechthin, wenn es um Entgiftung geht. Allerdings ist Kombucha für Menschen mit schwachen Immunsystemen nicht geeignet, weil er verschiedene Bakterien- und Hefearten enthält, da er roh und nicht pasteurisiert getrunken wird.

Außerdem kann zu viel Kombucha zu Magenbeschwerden oder Übersäuerung führen. Weil er viel Zucker enthält, sollte man auch wenig davon trinken, um hohe Zuckerlevel und Gewichtszunahmen zu verhindern.

7. Thunfisch kann die Motorik beeinflussen.

Thunfisch ist ein mageres Protein, das reich an Omega 3-Fettsäuren und Vitamin B12 ist. Studien haben gezeigt, dass Thunfisch gut für die Herz- und Augengesundheit und das Immunsystem ist und den Blutdruck senken kann. Genau wie Lachs und andere Fischsorten enthält Thunfisch Quecksilber, was ihn gefährlich macht, wenn er oft und in großen Mengen konsumiert wird. Quecksilbervergiftungen äußern sich in Gedächtnisschwund oder Sehverlust, Muskelzittern und Taubheitsgefühlen.

Wenn man frischen und Dosen-Thunfisch vergleicht, sind beide fettarm und proteinreich. Aber Untersuchungen zeigen, dass Langflossenthunfische oder Große Thunfische mehr Quecksilber enthalten als ihre kleineren und dunkleren Verwandten.

8. Grüner Tee kann Schmerzen zur Folge haben.

Grüner Tee gilt als eins der gesündesten Getränke der Welt, weil er viele Antioxidantien enthält. Es wurde bewiesen, dass die Antioxidantien in grünem Tee das Risiko von Krebs und Herzerkrankungen reduzieren, Fett verbrennen und die Gehirnfunktion verbessern. Obwohl grüner Tee zahlreiche gesundheitliche Vorteile hat, kann es negative Auswirkungen haben, wenn zu viel davon getrunken wird. Ein Grund dafür ist sein hoher Koffeingehalt.

Ein übermäßiger Konsum von Koffein zeigt sich unter anderem in Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Sodbrennen. Grüner Tee kann bei Menschen, die eine niedrige Koffeintoleranz haben, Übersäuerung und Verstopfungen zur Folge haben. Experten zufolge sollte ein normaler Erwachsener täglich nur 3 bis 5 Tassen grünen Tee trinken.

Glaubt ihr, dass es der Gesundheit schaden kann, wenn man sich zu gesund ernährt? Welches dieser Superfoods hat euch am meisten überrascht?

Bildnachweis der Vorschau Depositphotos.com, Unsplash.com
Sonnenseite/Gesundheit/8 Superfoods, die wir nicht zu oft essen sollten
Diesen Artikel teilen
Diese Artikel könnten dir gefallen