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7 Schwangerschaftsmythen, die man nicht glauben sollte

Die Schwangerschaft ist nicht nur eine der wertvollsten Phasen des Lebens, sondern auch Gegenstand zahlreicher Ammenmärchen, die sich von Land zu Land unterscheiden können. Wahrscheinlich hat jede schwangere Frau schon einmal gehört, dass sich das Geschlecht ihres Babys anhand ihrer Essensvorlieben oder des Tages der Empfängnis vorhersagen lässt. Doch in Wirklichkeit sind die meisten dieser Behauptungen nur Mythen. Trotzdem glauben viele Menschen immer noch daran.

Wir von Sonnenseite haben einige der am weitesten verbreiteten Mythen über schwangere Frauen gesammelt, an die du vermutlich auch schon einmal geglaubt hast.

1. Man kann das Geschlecht anhand des Haarwuchses vorhersagen.

Manche Menschen glauben, dass das Geschlecht des Babys die Intensität des Haarwuchses am Körper der Mutter beeinflusst. Doch an dieser Theorie ist nichts Wahres dran, denn der Fötus produziert nicht genug Hormone, um den Haarwuchs der Mutter in irgendeiner Weise zu beeinflussen. In Wirklichkeit geht eine Schwangerschaft mit vielen hormonellen Veränderungen im Körper einher, die manchmal sogar Haarausfall bei der werdenden Mutter zur Folge haben können. Dies geschieht jedoch unabhängig vom Geschlecht des Babys.

2. Schwangere Frauen sollten für Zwei essen.

Diesen Satz haben wohl alle schwangeren Frauen schon einmal gehört. In Wirklichkeit muss eine Frau während der Schwangerschaft jedoch nicht für zwei Personen essen. Im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel sollte eine Frau 300 Kalorien mehr als üblich zu sich nehmen (das entspricht einer Scheibe Brot und einem Esslöffel Erdnussbutter). Dies ist ausreichend für die volle Entwicklung des Fötus. Eine zu hohe Kalorienzufuhr führt jedoch zu einer starken Zunahme des Körpergewichts, was sich wiederum negativ auf die Schwangerschaft und die Geburt im Allgemeinen auswirkt.

3. Das Färben der Haare kann gefährlich sein.

Einige Frauen glauben immer noch, dass durch das Färben der Haare schädliche Chemikalien in den Körper gelangen, die dem Fötus schaden können. Diese Annahme ist jedoch nicht wissenschaftlich bewiesen. Tatsächlich ist die Verwendung von Haarfarben alle zwei bis drei Monate ebenfalls nicht mit Risiken verbunden. Chemikalien aus hochwertigen Haarprodukten werden nicht über die Kopfhaut vom Körper aufgenommen und gelangen nicht in die Plazenta. Wenn du also schwanger bist und dein Aussehen verändern willst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt!

4. Die Gelüste der Frau lassen auf das Geschlecht des Babys schließen.

Ein weiterer Mythos, der sich um das Geschlecht des Babys dreht, hängt mit den Essensvorlieben der Frau zusammen. Manche Menschen glauben, dass eine werdende Mutter, die Lust auf salziges Essen hat, einen Jungen bekommt, und eine Frau, die Lust auf Süßes hat, ein Mädchen. Das ist natürlich ein Mythos, denn die Vorlieben einer Frau sagen nichts über das Geschlecht des Babys aus.

5. Frauen können während der Schwangerschaft nicht klar denken.

Es gibt einen Mythos, der nicht lustig, sondern eher erniedrigend ist. Der sogenannte “Schwangerschaftskopf” oder das “Plazenta-Gehirn” ist ein Mythos, der davon ausgeht, dass eine Schwangerschaft Frauen zu geistesabwesenden Hohlköpfen oder einfach “dumm” macht. Selbstverständlich neigen schwangere Frauen dazu, sich schneller ablenken zu lassen und sich weniger zu konzentrieren, aber dafür gibt es keinen psychologischen Grund. Fakt ist, dass die Schwangerschaft eine zugleich stressige und aufregende Erfahrung ist, die viel Aufmerksamkeit erfordert, so dass eine werdende Mutter sich meist nicht auf andere, weniger wichtige Dinge konzentrieren kann.

6. Die Schwangerschaft kann mithilfe eines Kalenders geplant werden, um das Geschlecht herauszufinden.

Dass je nach dem Tag der Empfängnis ein Junge oder ein Mädchen geboren wird, ist einer der ältesten Mythen über die Schwangerschaft. Es gibt zwar Zufälle, aber das ist nicht weiter verwunderlich. Schließlich gibt es nur zwei Geschlechter und daher liegt die Wahrscheinlichkeit, das Geschlecht des Kindes vorherzusagen, bei genau 50 %.

7. Schwangere Frauen sollten sich nicht körperlich betätigen oder trainieren.

Der Mythos, dass schwangere Frauen nicht körperlich trainieren sollten, hält sich bis heute hartnäckig. Natürlich war es in der Vergangenheit wichtig, dass eine schwangere Frau nicht Holz hackt oder stundenlang auf dem Feld arbeitet. Doch heutzutage verbringen die meisten Menschen ihre Zeit im Sitzen. Moderate körperliche Aktivität und Spaß tun sowohl der Frau als auch ihrem ungeborenen Kind gut. Dazu gehört nicht nur ein Spaziergang im Park, sondern auch Tanzen, Schwimmen oder Putzen, wenn die Frau das gerade möchte. Körperliche Aktivität ist schließlich eine der Möglichkeiten, sowohl das psychische als auch das physische Wohlbefinden zu verbessern.

Von welchen anderen Schwangerschaftsmythen hast du gehört? Gibt es welche, die du früher geglaubt hast?

Bildnachweis der Vorschau Depositphotos.com
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