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10 Promis, die keine Spezialeffekte mögen und versuchen, Filme ohne sie zu machen

Die Spezialeffekte in Filmen bringen uns immer wieder zum Staunen. Sie sind sogar so beliebt geworden, dass es in letzter Zeit Produktionen gab, die ganze Kulissen entfernt haben, um sie digital nachzubauen. Aber nicht alle Schauspieler/innen mögen diese Art von Arbeit; für einige täuschen die Computertricks nur den Zuschauer und sie ziehen es vor, nicht mitzumachen.

Bei Sonnenseite teilen wir mit dir diese Liste von Schauspielern und Regisseuren, die sich bewundernswerterweise dafür entschieden haben, ihre Arbeit ganz ohne Hilfe von Computern oder digitalen Tricks zu machen.

1. Henry Cavill wollte in Man of Steel nicht mit dem Superheldenkörper schummeln

Über die Spezialeffekte der DC-Filmwelt kann man vieles sagen, aber nichts über die Hingabe und das Engagement von Henry Cavill. Der Schauspieler beschloss, dass er keine Spezialeffekte brauchte, um wie ein echter Superheld auszusehen, und konzentrierte sich stattdessen darauf, für die Rolle in Form zu kommen.

Cavill betonte sogar, dass er absolut keine Extrahilfe wollte, damit sein Körper als der eines Gottes unter den Männern wirkte. Was wir auf dem Bildschirm sehen, ist also das, was er ist.

2. Sylvester Stallone selbst macht einige seiner Choreografien

Sylvester Stallones Herz war einmal in Gefahr, weil er keine Stuntmen und Spezialeffekte einsetzen wollte. Das war nach der dritten Aufnahme von Rocky IV, nachdem er von Schauspieler Dolph Lundgren echte Schläge bekommen hatte. Stallone sagte, er habe nur starke Schmerzen in seiner Brust gespürt und versucht, sie zu ignorieren, aber später konnte er nicht mehr richtig atmen und musste in die Notaufnahme gebracht werden.

Danach verlor der Schauspieler das Zeitgefühl. Er wurde mit dem Hubschrauber von Kanada ins St. John’s Hospital in Santa Monica gebracht. Er lag acht Tage lang auf der Intensivstation. Sein Herzschlag wurde schwach, was zu einer Tragödie hätte werden können, wenn er nicht rechtzeitig behandelt worden wäre.

Heute ist Sylvester Stallone 75 Jahre alt, aber das hält ihn nicht davon ab, am Set gefährliche Stunts zu machen. Obwohl wir alle der Meinung sind, dass er damit aufhören sollte.

3. Bei Top Gun: Maverick wollte Tom Cruise selbst alle Stunts machen

Tom Cruise ist einer der wenigen Hollywood-Schauspieler, die alles für ihre Rollen riskieren. Cruise zeigte noch einmal, dass er keine Zeit für digitale Tricks hat, als er die Entscheidung traf, sich komplett in die Wahrhaftigkeit seiner Rolle in Top Gun: Maverick zu engagieren.
Der preisgekrönte Schauspieler wies dem Produzenten Jerry Bruckheimer strikt an, dass er die am Computer erstellten Szenen nicht machen würde. Deshalb wurde jede riskante Szene vom fast 60-jährigen Star selbst gespielt. Aber Cruise bestand außerdem darauf, dass nicht nur er im Flug gefilmt wurde, sondern dass auch die anderen Schauspieler im Film für die Szenen in der Luft trainiert wurden.

4. Anthony Daniels traute den Spezialeffekten der Fortsetzungen von Star Wars nicht

Die Star Wars-Folgen sind vielleicht für ihren unästhetischen Umgang mit CGI in die Geschichte eingegangen, obwohl sie im digitalen Zeitalter entstanden sind. Nicht nur einige Fans waren vom Ergebnis enttäuscht, sondern auch C-3POs Synchronsprecher, Anthony Daniels.

Als Daniels gefragt wurde, ob er in der von J.J. Abrams inszenierten Fortsetzung von Star Wars: Das Erwachen der Macht nur mit seiner Stimme mitwirken würde, antwortete der Schauspieler einfach: “Auf keinen Fall werde ich nur die Stimme übernehmen”.

Obwohl er weiterhin in den Fortsetzungen zu sehen war, wurde Daniels in den Actionszenen größtenteils durch einen digital hergestellten C-3PO ersetzt, was er letztendlich als “schreckliche” Entscheidung bezeichnete. Zum Glück war J.J. dafür, dass Daniels in den Anzug zurückkehrt.

5. Andy Serkis wollte nicht den Gollum in Der Herr der Ringe spielen

Wir können uns die Figur des Gollum jetzt vielleicht nicht anders vorstellen, als wir sie aus der Herr der Ringe-Saga kennen, aber die Wahrheit ist, dass Andy Serkis, der Bewegungs- und Synchronsprecher, von Anfang an nicht ganz einverstanden damit war, ihn zu spielen.

Als er das Angebot bekam, war Serkis nicht daran nicht interessiert, nur die Stimme einer “Puppe” zu spielen, die später am Computer erstellt werden würde. Aber als er sich mit Peter Jackson traf, der ihm erklärte, dass er, um die Rolle des Gollum zu spielen, auch seine Bewegungen machen würde, sagte Serkis zu. Danach hatte der Schauspieler kein Problem mehr damit, die Bewegungen anderer nicht realer, computergenerierter Wesen zu spielen, wie z. B. des King Kong (2005) oder Caesar, des Schimpansen-Protagonisten in Planet der Affen (2011).

6. Jason Statham glaubt, dass sogar seine Großmutter im Marvel Cinematic Universe mitspielen könnte

Im Jahr 2015 spottete der Schauspieler Jason Statham über den übermäßigen Einsatz von Spezialeffekten in einigen Filmen, vor allem aber im Marvel Cinematic Universe. Er sagte: "Ich könnte meine Großmutter in einem Umhang mit zum Drehort bringen; man würde sie vor einen Greenscreen stellen, und dann kommen Stuntmen rein und machen die ganze Akrobatik. Jeder kann es tun.

Natürlich ist Jason Statham ein Actionstar der alten Schule, der sich weder zu computergenerierten Spezialeffekten hingezogen fühlt noch sich dafür interessiert. Jetzt wissen wir, dass du, wenn du ihn für ein solches Projekt in Betracht ziehen willst, zuerst die Verfügbarkeit seiner Großmutter prüfen musst.

7. Sarah Paulson möchte nicht mit einem digitalen Jack Nicholson zusammenarbeiten

Einer der Vorteile von Spezialeffekten ist, dass sie wie Zeitmaschinen funktionieren. In den letzten Jahren hat man versucht, die Gesichter einiger Stars zu digitalisieren, um sie so einzufangen, wie sie in ihrer Jugend waren. Dies hat jedoch auch die Debatte darüber verstärkt, ob es ethisch vertretbar ist oder nicht.

Sarah Paulson hat ihre Haltung zu der vorgeschlagenen Modellierung eines digitalen Jack Nicholson für die Netflix-Serie Ratched gezeigt. Im Grunde genommen wird die Serie die Krankenschwester Mildred Ratched, gespielt von Paulson, in dieselbe Zeit versetzen wie der Film Einer flog über das Kuckucksnest, in dem Randle Patrick McMurphy, gespielt von Nicholson, ein junger Mann ist.

Dazu sagte Paulson: “Ich möchte auf keinen Fall gegenüber einem computergenerierten Jack Nicholson spielen. Ich meine, ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist.”

8. Bei Vergiss mein nicht! gab es keine Spezialeffekte

Michel Gondrys berühmter Film Vergiss mein nicht! hat gezeigt, was das Engagement und der Wagemut eines brillanten Filmemachers wirklich bedeutet. Bei den Szenen, in denen Joel Barish, gespielt von Jim Carrey, in der Küche seines Hauses zu schrumpfen scheint, wurde kein Greenscreen verwendet. Alles wurde auf der Bühne geschaffen, mit Objekten in verschiedenen Größen.

Es hat etwa fünf Tage gedauert, die Szenen zu entwerfen und zu filmen. “Ich habe noch nie so etwas gesehen wie das, was Michel macht, indem er nur ein Licht dreht oder Glasscheiben aufstellt. Ich bin in einem Rahmen präsent und dann verschwinde ich vor deinen Augen. Es ist wie Magie”, sagte Co-Star Kate Winslet über ihre Rolle in dem Film.

Das alles ist Gondrys Talent zu verdanken, die Kulissen vor Ort zu entwerfen, sowie dem Produktionsdesign von Dan Leigh, der über jahrelange Theatererfahrung verfügt und auch bereits mit Zauberern gearbeitet hat, mit denen er die Illusionskunst perfektionierte.

9. Coppolas Dracula wurde nur mit Kameratricks verfilmt

Als ein Team für visuelle Effekte Coppola mitteilte, dass es unmöglich sei, die von ihm gewünschten Kameratricks der alten Schule ohne Spezialeffekte für seine Verfilmung von Bram Stokers Dracula zu erreichen, feuerte er sie. Stattdessen stellte er seinen Sohn Roman Coppola als visuellen Künstler für den Film ein.

Coppola Jr. verwendete Techniken wie Mehrfachbelichtung, Rückfahrkameras, atemberaubende Matte Paintings, erzwungene perspektivische Aufnahmen, Miniaturen, Umkehrfilme und andere Tricks aus den 1920er Jahren, um die geisterhaften Sequenzen des Films zu kreieren.

10. Die maßstabsgetreuen Modelle in The Dark Knight haben die Abteilung für Spezialeffekte ersetzt

Bei der Verfolgungsjagd in The Dark Knight wurden maßstabgetreue Modelle verwendet, um die Hochgeschwindigkeitsszene auf der unteren Ebene des Wacker Drive in Chicago nachzustellen.

Die verrückte 180-Grad-Drehung, die das Batmobil macht, ist einfach ein funkgesteuertes Modell, und der umgedrehte Sattelauflieger wurde mit einem in den Auflieger eingebauten Dampfantriebssystem realisiert.

Die Crew nahm eine Straße in der Innenstadt von Chicago in Beschlag, um den Lkw umzudrehen, was offenbar mehrere besorgte Bürger dazu veranlasste, die Polizei zu verständigen. Es besteht kein Zweifel, dass Christopher Nolan einen komplett handgemachten Film wollte.

Welche anderen Schauspieler/innen haben dich mit ihrem Engagement, Rollen ohne Spezialeffekte zu spielen, überrascht?

Bildnachweis der Vorschau East News / East News, FaceToFace / Reporter
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