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11 Filme, die auf wahren Begebenheiten beruhen und deren Macher die Fakten zu dramatischen Zwecken verändert haben

Filme, die auf wahren Begebenheiten beruhen, sind meist sehr interessant, da sie uns das Leben der Personen, die wir bewundern, oder historische Ereignisse, worüber wir mehr erfahren wollen, näher bringen. Jedoch sollten wir berücksichtigen, dass die Fiktion die Realität manchmal übertrifft. Um den Film etwas dramatischer oder unterhaltsamer zu gestalten, ist das, was wir auf der Leinwand sehen, oft weit vom wahren Leben entfernt.

Bei Sonnenseite haben wir eine Reihe von Filmen gefunden, bei denen die wahren Fakten geändert oder sogar historische Fehler gemacht wurden. Allerdings hatte dies keine Auswirkung darauf, dass die Filme sehr erfolgreich waren und bei den Zuschauern Spuren hinterließen.

1. Bei Die Entdeckung der Unendlichkeit wurde die Liebesgeschichte von Stephen Hawking geändert

Dieser Film erzählt die Liebesgeschichte des Physikers Stephen Hawking und seiner Ehefrau Jane ebenso wie die schwierigen Herausforderungen, denen sie sich mehr als 30 Jahre aufgrund Stephen’s degenerativen Krankheit stellen mussten. Im Film lernen sich Stephen und Jane in der britischen Universität von Cambridge kennen. Allerdings ist das nicht korrekt.

Jane selbst verriet, dass sich ihre Wege in Wirklichkeit zum ersten Mal in St. Albans, wo sie im Vorbereitungskurs für das Studium war, kreuzten und sich daraus ihre Romanze entwickelte. Außerdem gestand sie, dass der Film die vielen anstrengenden Reisen ins Ausland nicht wiedergibt und wie schwer es für sie war, alles dafür vorzubereiten und zu organisieren.

2. Die Rivalität der Piloten in Rush — Alles für den Sieg: Leidenschaft und Ruhm wurden bis zum Äußersten getrieben

Der Film erzählt uns vom Leben der Rennfahrer Niki Lauda und James Hunt, welche in den Siebziger Jahren um den Titel der Formel-1-Weltmeisterschaften kämpften. Im Film wird die Rivalität und die gegenseitige Abneigung sehr übertrieben dargestellt. Denn die Formel-1-Piloten entwickelten im wahren Leben eine tolle, langanhaltende Freundschaft und wohnten sogar zusammen in einem Haus.

3. In Gladiador gab es mehrere Fehler und verfälschte historische Fakten

Das Meisterwerk im Jahr 2000, welches Millionen von Zuschauern begeisterte, wies einige Fehler auf.
In einer der Szenen werden den Zuschauern im Kolosseum Flyer aus Papier ausgeteilt, was in der damaligen Zeit undenkbar war. Ein anderer Fehler unterlief mit dem Namen, denn zur Zeit des Römischen Reiches war das Kolosseum als Amphitheater Flavio bekannt. Erst ab dem Mittelalter verbreitete sich sein heutiger Name.

Aber die größte Abweichung war der Tod von Kaiser Mark Aurel und seine komplizierte Beziehung mit seinem Sohn Commodus, dargestellt von Joaquin Phoenix. Im wahren Leben starb der römische Kaiser an einer natürlichen Krankheit und wurde von seinem Sohn bis zum letzten Tag begleitet. Im Gegensatz zum Film hatte Commodus eine sehr enge Beziehung zu seinem Vater und regierte das Reich an seiner Seite.

4. In The Imitation Game — Ein streng geheimes Leben wurde der Name der Maschine geändert

Der Film schildert das faszinierende Leben von Alan Turing, einem britischen Wissenschaftler, dem es gelang, eine Maschine für die Entzifferung von deutschen Codes zu erfinden. Und so konnte dem Krieg ein Ende gesetzt werden. Im Film wurde die Maschine “Christopher” genannt, angeblich inspiriert von Turings Jugendliebe zu seinem Kollegen Christopher Morcom. Das könnte jedoch nicht weiter von der Realität entfernt sein, da der wirkliche Name der Maschine “Die Bombe” war.

Was Christopher betrifft, gibt es keinen Beweis dafür, dass er die Liebe von Turing erwiderte, obwohl sie eine sehr enge Freundschaft pflegten und sein Tod den Wissenschaftler sehr tief berührte. Eine weitere Tatsache, die nicht im Film erwähnt wurde, ist, dass Turing die Maschine nicht allein baute, sondern mit der Unterstützung des Mathematikers Gordon Welchman.

5. William Wallace war nicht der wahre Braveheart

Obwohl es William Wallace, die ikonische Figur, welche von Mel Gibson gespielt wurde, wirklich gab, wurde seine historische Bedeutung übertrieben dargestellt und der Verlust seiner Ehefrau für eine dramatische Wendung der Geschichte frei erfunden.
Der Spitzname “Braveheart” wurde im wahren Leben nicht Wallace, sondern dem König Robert I von Schottland gegeben, welcher im Film von dem Schauspieler Angus Macfadyen gespielt wird.

6. Django Unchained war seiner Zeit weit voraus

Jamie Foxx hat mit seiner Rolle als Django ohne Zweifel dem Kino seinen Stempel aufgedrückt. Sein unverwechselbarer Stil ist etwas, das wir niemals vergessen werden. Fast während des gesamten Films benutzt er eine Sonnenbrille, was in Wirklichkeit nie der Fall gewesen wäre, da dieses Accessoire erst zu Beginn der 1920er Jahre in Mode kam, also mindestens 60 Jahre nach der Zeit, in der der Film spielt.

7. Fluch der Karibik hatte verschiedene Fehler bei der Kleidung und Drehorten

Obwohl der Film dank seiner lustigen und abenteuerlichen Stimmung ein weltweiter Erfolg war, gab es in Wirklichkeit viele logistische und kleidungstechnische Fehler. Der Film zeigt die Stadt Port Royal als eine aufstrebende Großstadt und einer der wichtigsten Häfen in Großbritannien im Jahre 1720. Aber in Wirklichkeit wurde die Stadt durch ein furchtbares Erdeben im Jahre 1692 zerstört und trotz vieler Versuche, war es nicht möglich, sie wieder aufzubauen.

Andererseits gab es die Uniformen, die die Offiziere der Marine benutzten, zur Zeit des Films nicht. Die ersten Regulierungen wurden vom Admiral George Anson im Jahr 1748 in Kraft gesetzt.

8. Maria Stuart, Königin von Schottland (2018) und ihre merkwürdige Vorliebe für Piercings

Bei vielen Szenen können wir die Königin Maria Stuart mit mehreren Ohrringen und Piercings im Ohr sehen, die sehr viel modernere Accessoires sind und es ist nicht bekannt, ob sie bereits im XVI. Jahrhundert, in welchem der Film spielt, existierten.

Außerdem ist die Königin Maria I von Schottland auf keinem Porträt oder Buch mit den im Film gezeigten Piercings zu sehen. Allerdings können wir nicht leugnen, dass sie ihr in der Fiktion einen Hauch von Stärke und unvergleichbarer Persönlichkeit verleihen.

9. Es war nicht die Liebe, die Shakespeare inspirierte, Romeo und Julia zu schreiben

In Wirklichkeit wissen wir nur sehr wenig über das Privatleben von William Shakespeare und daher ist es ganz normal, dass die dargestellte Romanze in Shakespeare in Love fiktiv war. Es stimmt jedoch nicht, dass sie als Inspiration für sein Meisterwerk Romeo und Julia diente. Shakespeare orientierte sich an einem bereits bestehenden beliebten Werk, dessen Autor der italienische Schriftsteller Luigi Da Porto war.

In der damaligen Zeit war es nicht möglich, dass die Königin reiste, um sich ein Theaterstück anzuschauen. Es waren die Theatergruppen, die zu den Aufführungen am Hof reisten.

10. Apollo 13 und der vergessene Held, den niemand erwähnt

Der Film zeigt uns viele Auseinandersetzungen und Diskussionen zwischen den Astronauten und den Mitarbeitern der NASA, die aber in Wirklichkeit nie stattgefunden haben. Außerdem waren die Lösungen zu den Problemen im Film sehr improvisiert, um die Spannung aufrecht zu halten. Im wahren Leben gibt es natürlich Notfall- und Krisenpläne für jedes unvorhergesehene Ereignis.

Im Film wurde außerdem vergessen, einen sehr wichtigen Helden zu erwähnen, denn dank ihm überlebte die Besatzung der Apollo 13: Glynn Lunney, der Ingenieur und Flugleiter.
Seine richtigen und schnellen Entscheidungen waren ausschlaggebend für die sichere und gesunde Heimkehr der Astronauten.

11. In Das Streben nach Glück wurde das tatsächliche Gehalt von Chris geändert

In dem Film, der die Geschichte von Chris Gardners Kampf und Überwindung erzählt, akzeptiert der Hauptdarsteller ein unbezahltes Praktikum in einer Maklerfirma. Dies wurde völlig übertrieben, um den Film dramatischer zu machen.

In Wirklichkeit verdiente Chris eintausend Dollar. Das war nicht wirklich viel Geld für einen Vater, der sich um seinen Sohn in San Francisco kümmert, aber dennoch weit davon entfernt, was der Film uns glauben ließ.

Welches sind deine Lieblingsfilme, die auf wahren Begebenheiten beruhen? Erzähl uns in den Kommentaren, warum sie dich beeindruckt haben.

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