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20+ Schweizer Kuriositäten, die vor neugierigen Blicken gut versteckt sind

Seit mehreren Jahren wird die Schweiz als das beste Land zum Leben anerkannt. Kein Wunder, denn es ist ein Staat mit einer Fülle von Annehmlichkeiten und einer atemberaubend schönen Natur: Hier kann man nachmittags die Arbeit im Büro beenden und 15 Minuten später im saubersten und reinsten See schwimmen. Doch abgesehen von der unglaublichen Landschaft, der köstlichen Schokolade und den verlässlichen Banken hat das Land noch viel mehr zu bieten, um Besucher zu überraschen.

Wir sind in die Kultur der Schweiz eingetaucht, haben die Besonderheiten des Alltags der Menschen im reichsten Land der Welt kennengelernt und herausgefunden, ob Zuwanderer dort in Würde leben können. Und als zusätzlichen Bonus findest du Fotos, die zeigen, wie gründlich die Einheimischen über die Nuancen des Komforts nachdenken — nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Haustiere.

1. Manche Menschen glauben nicht, wie teuer es ist, hier zu leben, bis sie dieses Land besuchen.

1 Schweizer Franken = 1,01 Euro

Die Löhne in der Schweiz erscheinen den Besuchern obszön hoch. Allerdings verschwindet dieses Gefühl, wenn sie selbst die Preise in normalen Supermärkten sehen. So kostet beispielsweise 1 kg Hühnchen 15 Franken (etwa 15 Euro), Fisch und Rindfleisch im Durchschnitt 40 Franken (40 Euro). Man kann ein wenig sparen, wenn man alles bei deutschen Ladenketten kauft: Schweinefleisch kostet dort etwa 14 Franken (14 Euro) pro kg.

Eine Frau, die in die Schweiz gezogen ist, hat folgende Beobachtungen gemacht: “Als ich nach Genf kam, habe ich mir angewöhnt, alle Preise in meine Heimatwährung umzurechnen. Glücklicherweise habe ich damit aufgehört — meinen Nerven zuliebe. Beispielsweise kauft man in einem Straßencafé ein billiges, leckeres Schawarma für 12 Franken, beißt hinein und stellt fest, dass man dafür 12 Euro bezahlt hat. Eine normale Maniküre kostet etwa 65 Euro und ein Haarschnitt nicht weniger als 80 Euro. Damit sich ein kinderloses Paar ein Leben mit durchschnittlichem Komfort leisten kann, muss sein monatliches Einkommen mindestens 5500 Euro betragen.”

2. Aber die Preise sind hier stabil.

In allen Geschäften sind die Kosten für die Produkte ungefähr gleich hoch. Die einzige Möglichkeit, Geld zu sparen, besteht darin, Produkte zu kaufen, die im Ausverkauf sind. Die meisten Geschäfte gewähren täglich Preisnachlässe von bis zu 50 % auf ausgewählte Produkte mit einer Haltbarkeitsdauer von 1 oder 2 Tagen.

Eine junge Frau berichtet von ihren Erfahrungen: “Als ich hörte, dass es in unserer Stadt zweimal pro Woche einen Markt für Lebensmittel gibt, freute ich mich. Denn ich dachte, dass ich dort Gemüse und Obst zu einem günstigeren Preis bekommen könnte. Zu meinem Erstaunen waren die Preise noch höher als in den Supermärkten. Es stellte sich heraus, dass Landwirte aus der Region an diesen Lebensmittelmärkten teilnehmen. Das gesamte Gemüse und Obst wird auf den benachbarten Feldern angebaut und das ermöglicht es ihnen, die Produkte zu überhöhten Preisen zu verkaufen. Und die Schweizer zahlen mehr für regionale Produkte, um die Bauern zu unterstützen.”

Ein Schweizer berichtet von seinen Erfahrungen: “Ironischerweise ist das Schweizer Benzin billig. Ich erinnere mich, dass ich 1979 1,20 Franken für 1 Liter bezahlt habe. Vierzig Jahre später ist der Preis gerade einmal auf 1,70 Franken gestiegen. Der Schweizer Franken hat etwa den gleichen Wert wie der Euro.”

3. Eine Wohnung zu mieten, ist eine echte Herausforderung.

Vermieter sind sehr anspruchsvoll und verlangen viele Unterlagen, die die Zahlungsfähigkeit der Mieter bestätigen. Ohne einen Arbeitsplatz und eine Versicherung ist es fast unmöglich, eine gute Wohnung zu finden. Es ist auch üblich, ein Empfehlungsschreiben eines Arbeitgebers zu verlangen, in dem die Zahlungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Bewerbers bescheinigt wird.

“Die Wohnungspreise in der Schweiz sind hoch, vor allem wenn man an Wohnungen in großen Städten oder in Seenähe denkt. Aber auch in Kleinstädten werden gute Wohnungen zu einem hohen Preis vermietet. Beispielsweise haben wir unsere 85 Quadratmeter große Wohnung für 1450 Euro pro Monat gemietet. Zum Vergleich: In den großen Städten wie Zürich, Genf usw. wird für eine solche Wohnung genau das Doppelte” verlangt, sagt eine Frau, die in die Schweiz zog.

Die Wohnungen werden oft ohne Möbel und sogar ohne Deckenlampen vermietet. In der Arbeitswelt hat man Verständnis für die Situation von Mitarbeitern, die umziehen. Denn es wird ihnen eine Auszeit gewährt, die sogenannten “Umzugstage”.

Ein Ehepaar, das nach Zürich gezogen ist, erinnert sich noch gut an die Erfahrung der Wohnungssuche: “Am Anfang habe ich alleine eine Wohnung gesucht und täglich zwei Bewerbungen verschickt, ohne Erfolg. In unserer Verzweiflung stellten wir einen Agenten für 100 Euro pro Stunde ein. So habe ich zufällig selbst die richtige Wohnung gefunden. Um die Wohnung zu bekommen, musste ich den ausziehenden Mieter praktisch bestechen und ihm alle Möbel abkaufen: Deshalb hat er der Agentur die Bewerbungen der anderen Bewerber nicht vorgelegt. Um einen Mietvertrag zu unterzeichnen, muss man ein Arbeitszeugnis und eine Bescheinigung vorlegen, aus der hervorgeht, dass man schuldenfrei ist.”

4. Eine Versicherung zu haben, ist Pflicht.

Die Einwohner müssen krankenversichert sein und selbst dafür aufkommen. Eine junge Frau, die mit ihrer Familie in die Schweiz gezogen ist, erzählt: “Jeder Einwohner muss so etwas wie eine Kurtaxe zahlen: etwa 2500 Franken pro Erwachsenen (2500 Euro). Damit ist eine kostenlose medizinische Versorgung gewährleistet. Aber Zahnbehandlungen werden gesondert bezahlt: Ein Zahnarzttermin kostet 200 Franken (200 Euro), eine Wurzelbehandlung etwa 1000 Franken (rund 1000 Euro). Das ist für die Verhältnisse in anderen Ländern unvorstellbar!”

5. Eine teure Krankenversicherung ist jedoch keine Garantie für eine seriöse Beratung zur Behandlung.

Für die Medizin gilt hier der Grundsatz “keinen Schaden anrichten”, was soviel heißt wie: Wenn es eine Möglichkeit gibt, nicht eingreifen zu müssen, werden die Ärzte nicht tätig. Niemand wird unnötige Verfahren und Medikamente verschreiben. Die Einwohner unterziehen sich keinen regelmäßigen Tests: Sie sind teuer und für die Versicherung aufwendig. Wenn sie krank werden, gehen sie mit ihrem Problem zum Arzt. Und er wird ihnen genau zu diesem Problem antworten. Oder er wird zumindest versuchen, sie zu beantworten.

Eine in der Schweiz lebende Frau erzählte von ihrem Arztbesuch: "Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich eine hartnäckige Bronchitis hatte. Es war so schlimm, dass ich nicht schlafen konnte. Nach etwa 6 Stunden in der Warteschlange des Krankenhauses gab es Anis-Hustenbonbons, und das war’s! Als ich später in der Apotheke feststellte, was mir verschrieben worden war, gab ich auf und griff auf die Methoden der traditionellen Medizin wie Inhalationen und all das zurück. Als die Ärztin eine Woche später bei einem anderen Arzttermin erfuhr, dass ich Inhalationen gemacht hatte, sagte sie: “Oh ja, Sie können auch Inhalationen machen. Danke, meine Liebe, wo warst du vorher? Und das Wichtigste: Die Rechnung von über 300 Franken für ein paar Anis-Bonbons war sehr schweizerisch.”

6. Es ist gängige Praxis, sich in anderen Ländern behandeln zu lassen und dort Lebensmittel zu kaufen, um Geld zu sparen.

Viele Schweizerinnen und Schweizer, die an der Grenze zu Deutschland, Frankreich oder Italien leben, reisen in diese Länder, um Lebensmittel zu kaufen. In den Grenzstädten wurden große Einkaufszentren mit Großmärkten und Bekleidungsgeschäften errichtet. Allerdings gibt es Beschränkungen für die Menge der einzuführenden Waren, die von den Grenzbeamten genau überwacht werden.

7. Bußgelder sind ein weiteres schwieriges finanzielles Thema.

An fast jeder Kreuzung in Zürich stehen Kameras, die jedes noch so kleine Verkehrsdelikt registrieren und sofort in eine Geldstrafe umwandeln. Das Parken ist sehr teuer. Außerdem darf man sein Auto nicht länger als eineinhalb Stunden auf der Straße stehen lassen. Deshalb verzichten viele Menschen auf das Auto und nutzen stattdessen öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad.

Bußgelder gibt es übrigens nicht nur für Autofahrer. Man kann sie für jedes Vergehen bekommen. Die Geschichte, die ein Blogger erzählt, beweist das: “Neulich stieg ein Mädchen in Zürich in einen Zug und kaufte sofort ein Ticket über eine App. Der Kontrolleur sagte jedoch, dass die Fahrkarte nicht gültig sei, da sie 38 Sekunden nach Abfahrt des Zuges gekauft wurde. Das Mädchen versuchte zu erklären, dass das Internet langsam sei und sie den Fahrschein doch habe, woraufhin der Kontrolleur ein Bußgeld von 30 statt 90 Franken ausstellte, das erhoben wird, wenn es gar keinen Fahrschein gibt. Der Eintrittspreis beträgt übrigens 8,60 Franken — Wahnsinn oder Gerechtigkeit?”

8. Der Ehemann muss an seine Ex-Frau im Falle einer Scheidung Unterhaltszahlungen leisten.

Hier gibt es ein Gesetz, das den Ehemann verpflichtet, nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Ex-Frau im Falle einer Scheidung aufzukommen. Genauer gesagt werden die Unterhaltszahlungen von “einem ehemaligen Mitglied einer ehelichen Gemeinschaft mit einem höheren Einkommen im Vergleich zum Einkommen des anderen Mitglieds dieser ehelichen Gemeinschaft” geleistet. Meistens wird diese Rolle von den Männern übernommen, und das Gericht verpflichtet sie, den Teil ihres Einkommens zu ersetzen, den die Frauen durch die Trennung von ihnen verloren haben.

9. Die Fußgängerüberwege in Bern sind mit Swarovski-Kristallen verziert.

Bei der Bemalung der Fußgängerüberwege mischen die Arbeiter gelbe Farbe mit kleinen Swarovski-Kristallen, um den Reflexionseffekt bei Nacht zu verstärken. Für 1 km² werden 500 g Kristallperlen benötigt. Eine optimale Sichtbarkeit wird erreicht, wenn sich die meisten Kristalle in der Farbe befinden und nur ein Drittel herausragt.

10. Die Einheimischen trennen sorgfältig den Müll und sorgen für Sauberkeit.

“Ich habe in der Schweiz einen Mülleimer für Pizzakartons gefunden.”

Das vorgeschriebene Minimum ist die Trennung von Glas, Papier, Kunststoffen und organischen Abfällen. Aber es gibt auch Behälter für Fisch- und Fleischknochen, für Cremedosen und Haushaltschemikalien oder für Kaffeebecher. Die meisten Leute suchen danach, denn wenn man den Müll in die städtischen Mülleimer wirft, wo der Müll sofort getrennt wird, dann ist es kostenlos. Wenn man jedoch alles in ein Paket packt und es in den Müll wirft, dann muss man spezielle Müllsäcke kaufen. Die Kosten sind etwa 1 Franken für einen 20-Liter-Sack. Um etwas Großes loszuwerden, z. B. alte Räder, muss man den Gegenstand zu einer Recyclingstelle bringen und rund 33 Euro bezahlen.

Es handelt sich dabei um einen Bereich, der unter der Spüle angebracht ist: Auf der linken Seite befindet sich ein großes Fach für gemischte Abfälle und auf der oberen rechten Seite sind die Batterien untergebracht. Auf der unteren rechten Seite befindet sich ein Behälter für organische und grüne Abfälle, die kompostiert werden. © demena / Pikabu

“Ich lernte einen Schweizer kennen, der im Rahmen eines Austauschs bei uns studierte. Vor kurzem machten wir einen Ausflug mit ein paar Freunden und nahmen ihn mit. Irgendwann sprachen wir über die Bedingungen in den Städten und Gemeinden. Ein Junge sagte: “Ich war noch nie in der Schweiz, aber ich weiß, dass dort alles tadellos ist. Jede Straße sieht aus wie ein Gemälde”. Der Schweizer schaute ihn an, als sei er verrückt und sagte: “Das ist doch ein Klischee! Geh mal auf Google Maps und suche eine beliebige Kleinstadt, vor allem in den Bergen. Dann wirst du sehen, was dort für ein Chaos herrscht.” Wir waren geschockt, holten sofort einen Laptop heraus und beschlossen, nachzusehen, was dort genau vor sich ging. Wir zoomten heran und sahen Folgendes:

“Aber es sieht toll aus!”

“Haha, ja, ich habe euch reingelegt. Dort sieht wirklich alles toll aus.” © Annike09 / Pikabu

11. Beliebtes Essen in der Schweiz

Der hohe Preis der Lebensmittel ist darauf zurückzuführen, dass es dort einfach keine schlechten Produkte gibt. Die Regierung unterstützt die Landwirte und die Gesetze schützen die Tiere, so dass es kein billiges Fleisch gibt, sondern nur teures Qualitätsfleisch. Das Gemüse und der Käse sind köstlich. Die Schweizer lieben Käse, der oft die Grundlage von Nationalgerichten bildet. Für Touristen gibt es Fondue- und Raclette-Verkostungen.

“Käse und Schokolade sind mir gleichermaßen gleichgültig. Lindt-Schokolade ist in meiner Stadt normalerweise billiger. Und das örtliche Mövenpick-Eis mit Karamell entpuppte sich als nicht so unglaublich köstlich, wie man erwarten könnte. Meine Schwäche ist das Brot. Es kostet zwar 2 oder 3 Franken pro Baguette (ca. 3 Euro), aber ich kann es problemlos auf einmal essen. So lecker ist es. Übrigens, es ist lange haltbar und ist nie verschimmelt”, erzählte eine junge Frau aus der Schweiz.

Käse-Automaten

12. Es gibt mehrere offizielle Sprachen.


In der Schweiz gibt es vier offizielle Amtssprachen: Französisch, Deutsch, Italienisch und Romanisch. Die Sprache variiert von Stadt zu Stadt, aber die meisten Einheimischen sprechen mehrere Sprachen. Das lokale Deutsch unterscheidet sich übrigens stark vom Original.

Eine Frau, die seit zwei Jahren im Land lebt, bemerkte dazu: “Der Ausdruck Hochdeutsch, wie das gewöhnliche Deutsch genannt wird, beleidigt die Gefühle der Schweizer stark. Sagen sie damit, wenn dieses Deutsch hoch ist, ist dann das Schweizer-Deutsch niedrig oder wie? Kurz gesagt, sie haben begonnen, Deutsch als Standard-Deutsch zu bezeichnen und leben in der Illusion, dass jemand diesen Begriff jemals verwenden wird (die Deutschen haben den Chat verlassen). In Wirklichkeit vereinfachen die Schweizer die deutsche Grammatik, sie verwenden keine Artikel und alle möglichen Endungen.”

13. Die Menschen verbringen viel Zeit in der Natur.

An Sonntagen kommt das Leben zum Stillstand, sein Fluss scheint völlig zum Erliegen zu kommen. Es geht nicht einmal darum, dass die Geschäfte und Restaurants nicht geöffnet sind. Natürlich sind sie geschlossen: Es wird davon ausgegangen, dass alle ein freies Wochenende brauchen, auch die Mitarbeiter in der Gastronomie und die Kassierer.

Eine in der Schweiz lebende Frau teilte ihre Erfahrungen zu diesem Thema mit: “In Burgdorf findet man morgens keine Menschenseele auf der Straße. Abgesehen von ein paar Hundebesitzern, die verantwortungsvoll mit ihren geliebten Haustieren spazieren gehen. Zuerst war es für mich unerklärlich, ich konnte nicht verstehen, was all die Leute taten und wo sie waren. Später wurde mir klar, dass die Schweizer bei jeder Gelegenheit in die Natur gehen oder den Tag zu Hause verbringen, um Zeit mit der Familie zu verbringen oder fernzusehen.”

Das Klima und die Landschaften unterscheiden sich von Region zu Region. Es ist ein Klischee, dass es in diesem Land nur Alpengipfel, dicke Kühe und Schokoladenflüsse gibt. Im Alpental von Maggia wachsen hingegen Palmen, die typisch für die Mittelmeerküste sind. In diesem Klima werden Kiwis und Bananen angebaut.

14. Schweizer Bürger befolgen viele Regeln.

Ein Pikabu-Nutzer schilderte seine Erfahrung: “In allen Lebensbereichen gibt es strenge Regeln. Wenn du zum Beispiel in eine neue Wohnung einziehst, musst du dich innerhalb der ersten drei Tage bei der Hausverwaltung anmelden und dich mit allen Regeln des Wohnens vertraut machen. An manchen Orten darf man zum Beispiel nachts nicht baden, an anderen darf man nicht einmal die Toilettenspülung betätigen. Nach 22 Uhr ist das Duschen in Wohngebäuden verboten. Dieses Gesetz wird respektiert und sehr ernst genommen. Natürlich habe ich einen Schweizer gefragt, warum das so ist. Er antwortete ernsthaft: “Das Wasser ist laut und stört die Nachbarn beim Schlafen!”

So sehen kostenpflichtige Mülltüten aus.

Man kann den Müll nicht in anderen Tüten in die Mülltonnen werfen. Denn dann werden sie nicht mitgenommen. Außerdem ist es sehr wahrscheinlich, dass du eine Verwarnung oder eine Geldstrafe bekommst. Eine weitere kuriose Lebensbedingung: Man muss in der Gegend, in der man wohnt, Müllsäcke kaufen. Eine Frau erzählte ihre Erfahrungen: “Als wir eingezogen sind, bekamen wir eine 87-seitige Anleitung in deutscher Sprache mit dem Titel ’Wie man richtig in unserem Viertel lebt’. Als ich mich auf Seite 3 verirrte, habe ich ein wichtiges Detail über die Regeln für die Müllentsorgung übersehen, was ich schnell bereute. Eine Woche später erhielten wir eine Geldstrafe von 65 Franken (65 Euro). Es stellte sich heraus, dass jedes Gebiet seine eigene Farbe von Müllsäcken hat. Meiner war schwarz und stach zwischen den weißen Säcken mit Orange in der Nachbarschaft deutlich hervor: Ein Nachbar bemerkte es sofort und beschwerte sich.”

15. Die Behörden sind um die Sicherheit der Bewohner besorgt.

Ein Luftschutzbunker ist ein Muss in jedem Gebäude. Es handelt sich um einen Raum mit einem Belüftungssystem, das mit starken Stahlbetonblöcken verstärkt ist. Außerdem gibt es öffentliche Luftschutzbunker, die für eine bestimmte Anzahl von Personen ausgelegt sind. Hier gibt es immer einen Vorrat von 9 Litern Wasser pro Person, Knallkörper, Streichhölzer, Feuerzeuge, Lebensmittelkonserven und Medikamente.

Außerdem erhalten die Bewohner verpflichtend spezielle Tabletten für den Fall einer Strahlungswelle: “Kürzlich fand ich ein Päckchen mit jodhaltigen Vitaminen im Briefkasten. Der Absender war eine Apotheke der Armee. Ich habe sie ausgepackt und wollte sofort eine nehmen. Meine Mutter hat mir immer gesagt, dass eine Kaliumjodidprophylaxe einmal im Jahr sinnvoll ist. Mein Mann sah mich mit großen Augen an und nahm mir die Packung weg. Er sagte mir, wir hätten genug Jod im Salz. Und diese Dosis wäre heftig. Es stellte sich heraus, dass die Armee kostenlos Jod zur Verfügung stellt, falls die Strahlenbelastung ansteigt und Erste Hilfe erforderlich ist. In den Anweisungen auf den Tabletten heißt es: “Im Falle einer erhöhten Radioaktivität werden die Behörden über die Medien informiert. Bitte nehmen Sie keine Pillen ohne Anweisungen der Behörden”, sagte ein Pikabu-Nutzer.

16. Schweizer lehnen Installation von Waschmaschinen in Wohnungen ab

Die Einheimischen halten eifrig an ihrer Tradition fest, eine Waschküche im Keller zu haben. Diese wird mit dem gesamten Gebäude geteilt. Selbst wenn jemand eine Waschmaschine in seiner Wohnung aufstellen wollte, ist es unwahrscheinlich, dass er dazu in der Lage wäre. Erstens gibt es im Bad keine Steckdosen oder Wasserleitungen. Zweitens: Die Waschmaschine macht zu viel Lärm.

Und damit alle die Waschmaschinen richtig nutzen können, führen die Schweizer einen Waschplan. Es ist eine Tabelle, in die sich jeder mit einem Stift einschreibt. Du darfst nicht gegen die Ordnung dieser heiligen Liste verstoßen. Wenn du es jedoch tust, können die Nachbarn die Polizei rufen, weil du gegen die Hausordnung verstoßen hast.

Auch wenn jeder seine eigene Waschmaschine und seinen eigenen Trockner hat, befinden sich diese in einer gemeinsamen Waschküche.

17. Ausländische Autos sind in der Schweiz beliebt.

Natürlich gibt es auch teure Autos, aber in sehr geringer Zahl. Die meisten Einwohner fahren deutsche Autos wie Volkswagen und BMW. Überraschenderweise ist auch die russische Automarke Niva sehr beliebt. Die Bergbauern sind besessen von diesem Auto. Sie bringen eine Schaufel an der Vorderseite an und entfernen so den Schnee.

18. Das Synonym für Genauigkeit sind nicht die Schweizer Uhren, sondern die Schweizer Eisenbahnen.

“Ich lebe in der Schweiz. Das ist der Zug, der mich zur Schule bringt.”

Der Fahrplan ist so geplant, dass man von jedem Bergdorf in jedem Teil des Landes auf kürzestem Wege den gewünschten Ort erreichen kann. Außerdem fahren alle Züge im 30- bis 60-Minuten-Takt. Daher ist es kein Problem, wenn man einen Zug verpasst. Der Blick aus dem Fenster während der Fahrt ist einfach atemberaubend. “In den ersten zwei Jahren habe ich auf dem Weg zur Arbeit ein Buch mitgenommen, damit mir unterwegs nicht langweilig wird. In diesen zwei Jahren des täglichen Pendelns habe ich das Buch nicht einmal aufgeschlagen. Kein einziges Mal. Ich schaute aus dem Fenster. Die gleiche Landschaft”, erzählte ein junger Mann.

19. Milch hat einen völlig anderen Geschmack.

Im Gegensatz zu den Kühen in den Milchviehbetrieben anderer Länder, die oft mit Antibiotika und künstlichen Wachstumshormonen behandelt werden, fressen die Kühe in der Schweiz Gras. Und die Milch hier ist eine der umweltfreundlichsten der Welt. Rund 270.000 Kühe werden jedes Jahr zu Beginn der Saison auf die Almen geschickt. Sie kehren mit dem Herbstbeginn Mitte September zurück.

Dank des Alpengrases hat die Milch eine hohe Dichte und einen unvergesslichen grasigen Geschmack. Darüber hinaus kann die Milch von Kühen, die aromatische Bergkräuter fressen, zu einzigartigen Alpkäse-Sorten verarbeitet werden, die weltweit ihresgleichen suchen.

20. Man kann das Wasser aus Brunnen und Wasserhähnen trinken.

Man kann aus den Springbrunnen trinken. Das Hauptziel ist es, den Zugang zu Trinkwasser in der ganzen Schweiz zu gewährleisten. Leitungswasser ist im Grunde genommen Mineralwasser. Sei also nicht überrascht, wenn man dir in einem Restaurant ein Glas Leitungswasser anbietet. Du kannst es ohne Probleme trinken.

21. Hier wurde eine neue Schokoladensorte geschaffen: die Rosafarbene.

Es ist kaum zu glauben, aber die einzigartige Farbe dieser Schokolade ist nicht auf Farbstoffe zurückzuführen, sondern auf die roten Kakaobohnen. Bei der Herstellung der Süßigkeiten werden keine Farb- oder Aromastoffe verwendet. Rosa Schokolade ist ein echter Durchbruch in der “Schokoladenwelt”. Früher gab es drei Arten von Schokolade: Bitter-, Milch- und weiße Schokolade. Das letzte Mal, dass eine neue Sorte auf den Markt kam, war 1930: Damals erschien die weiße Schokolade. Rosa Schokolade hat eine cremige Textur und einen leichten Geschmack nach roten Beeren.

Ich habe sie vor einigen Monaten probiert. Sie hat mir geschmeckt. Ich hatte Erdbeergeschmack erwartet, aber sie schmeckte eher wie weiße Schokolade. © SuperCuteRoar / Reddit

22. Viele Frauen entscheiden sich erst sehr spät für ein Kind.

Im Durchschnitt werden die einheimischen Frauen im Alter von 30,7 Jahren zum ersten Mal Mutter und stehen mit diesem Indikator an dritter Stelle in Europa. Nur in Italien und Spanien werden Frauen in einem höheren Alter Mutter. Zunächst einmal müssen die Menschen heute einen längeren Weg zurücklegen als noch vor einigen Jahrzehnten, um eine höhere Ausbildung zu erhalten. Infolgedessen wird die Entscheidung, eine Familie zu gründen, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Zweitens sind die Frauen anspruchsvoller geworden. Das führt dazu, dass es nicht so einfach ist, einen geeigneten Partner für die Gründung einer Familie zu finden. Außerdem ist es ein ziemlich teures Vergnügen, hier ein Kind zu bekommen. So kostet ein Tag in einem regulären Kindergarten durchschnittlich zwischen 110 und 130 Euro.

23. Die Bewohner achten sehr auf ihre Gesundheit, und das Ergebnis ist offensichtlich.

Eine Kultur der gesunden Ernährung wird dem Kind von frühester Kindheit an eingetrichtert. Als Zwischenmahlzeit in der Schule oder im Kindergarten werden Gemüse und Obst gereicht. Die überwiegende Mehrheit der Menschen treibt Sport, geht zu Fuß oder fährt mit dem Fahrrad. Hier ist es in Mode und völlig natürlich. Ältere Menschen sehen auch gesund aus und haben viel Energie. Paare unterschiedlichen Alters sind hier nicht üblich. Man kann sich daran erfreuen, dass Männer Hand in Hand mit ihren gleichaltrigen Ehefrauen spazieren gehen. Ältere Menschen sitzen zusammen auf Sommerterrassen und sehen unglaublich liebenswürdig aus.

Bonus: Liebe zum Detail ist die Grundlage für ein angenehmes Leben

Zu den Hygieneartikeln in meinem Hotel in der Schweiz gehörte ein Gummientchen.

Treppe für Katzen.

Wärst du in der Lage, in einem Land mit einer solchen Lebensweise zu leben?

Sonnenseite/Kuriositäten/20+ Schweizer Kuriositäten, die vor neugierigen Blicken gut versteckt sind
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