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9 vermeintlich gute Gewohnheiten, die in Wirklichkeit eine Menge Ärger bringen

Die Umweltschutzbewegung hat Millionen von Menschen auf der ganzen Welt begeistert. Dabei geht es darum, sich um unsere Umwelt im Allgemeinen und um unsere eigene Gesundheit zu kümmern. Täglich entstehen Dutzende von neuen guten Gewohnheiten. Doch wenn man jede einzelne von ihnen blindlings befolgt, schadet man vielleicht sogar seiner Gesundheit.

Wir von Sonnenseite wollten wissen, welche der vielen neuen “gesunden” Lebensgewohnheiten in Wirklichkeit ziemlich schädlich sind.

9. Jeden Tag Sonnencreme benutzen

In der Vergangenheit benutzten die Menschen Sonnenschutz nur im Urlaub, doch heute tragen sie ihn sogar auf, bevor sie für kurze Zeit ins Freie gehen. 2019 war die FDA beunruhigt darüber, dass einige in den Cremes enthaltene Chemikalien von der Haut aufgenommen werden könnten, und startete eine Untersuchung. Daraus ergibt sich eine Aktualisierung der Regeln für die Anwendung von Sonnenschutzmitteln von 2011.

Solange wir die Gefahren noch nicht genau einschätzen können, raten Experten dazu, Sonnenschutzmittel auf Mineralienbasis statt der Alternativen zu verwenden. Mineralien wie Zinkoxid und Titandioxid bilden nämlich eine physikalische Barriere auf der Haut, welche das Sonnenlicht reflektiert. Da sie sich nicht auflösen und nicht absorbiert werden, sind sie sicherer und wirksamer.

8. Die Einnahme vieler Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel sind derzeit sehr beliebt, und man bekommt sie nicht nur in Apotheken. Allerdings kann es gefährlich sein, sie ohne vorherige Konsultation eines Arztes einzunehmen. So zeigen jüngste Studien, dass sich hohe Dosierungen von Magnesium, Vitamin B6 und Eisen nachteilig auf die Gesundheit von älteren Menschen auswirken können.

Sprecht deshalb vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit einem Facharzt. Zwar müsst ihr genügend Vitamine zu euch nehmen, um gesund zu bleiben, aber ihr solltet sie lieber über eine ausgewogene Ernährung zuführen. Die Auffassung, dass man Nahrungsergänzungsmittel ohne Risiko für die Gesundheit einnehmen kann, ist ein Irrtum. Ein Übermaß ist genauso schlecht wie ein Mangel.

7. Auf Milchprodukte verzichten

Milchprodukte werden in letzter Zeit oft verteufelt. Falls man jedoch keine ernährungsbedingten Einschränkungen (Allergien oder andere Probleme) hat, kann der Verzicht auf Milchprodukte zu einem Mangel an wichtigen Nährstoffen und zu Verdauungsproblemen führen. Zudem enthalten Milchprodukte Kalzium und Vitamin D, die wichtig für eure Knochen sind.

6. Die Zähne nach jeder Mahlzeit putzen

Zahnmediziner empfehlen, zweimal am Tag, morgens und abends, die Zähne zu putzen. Aber manche Menschen tun es zu oft: nach jedem Essen, um die Gesundheit ihrer Zähne zu erhalten.

Achtet darauf, was ihr esst. Wer gerade säurehaltige Lebensmittel gegessen hat, sollte nicht zur Zahnbürste greifen. Der Zahnschmelz wird durch die Säuren geschwächt, und das Zähneputzen nach säurehaltigen Lebensmitteln macht es den Säurebakterien nur leichter, sie anzugreifen.

5. Wattestäbchen zum Reinigen der Ohren verwenden

Vielleicht überrascht es euch, aber auf den Packungen der Wattestäbchen steht, dass man sie nicht in die Ohren stecken sollte. Das Problem ist, dass man beim Reinigen der Ohren mit einem Wattestäbchen das Ohrenschmalz tiefer in den Gehörgang gedrückt wird. Zudem könnte man das Trommelfell beschädigen, wenn man es übertreibt.

4. Proteinriegel essen

Proteinriegel sind das, was man nach einem intensiven und anstrengenden Training braucht. Das behaupten zumindest viele Fitnesstrainer. Doch stimmt das wirklich?

Die Sache ist die: Proteinriegel sind kein frisches Gemüse und Obst, das auf Bäumen wächst. Viele Menschen vergessen oft, dass sie nicht nur viele Kalorien, sondern auch viel Fett und Zucker enthalten. Genau das braucht euer Körper nach einer anstrengenden Trainingseinheit im Fitnessstudio nicht. Zudem sollte man nicht regelmäßig zu viele Proteinriegel essen.

3. Handdesinfektionsmittel benutzen

Händewaschen ist äußerst wichtig, weshalb immer mehr Menschen Handdesinfektionsmittel verwenden. Die CDC besteht jedoch darauf, dass es nichts Besseres gegen Keime gibt als sich die Hände mit Seife zu waschen.

Denn eine Kombination aus Seife und Wasser entfernt alle Arten von Keimen, wohingegen Handdesinfektionsmittel nur für einige Keime gut sind. Darüber hinaus können solche Produkte schädliche Chemikalien und Metalle nicht entfernen. Selbstverständlich sind Desinfektionsmittel gut, wenn man die Hände gerade nicht waschen kann, doch wenn man es kann, ist es besser, Seife und Wasser zu verwenden.

2. Tägliche Verwendung von Damenbinden

Monatsbinden sind sehr komfortabel in der Anwendung und können für Frauen äußerst hilfreich sein, weshalb ihr Gebrauch sehr verlockend ist. Fachleute sind sich jedoch sicher, dass sie sensible Haut reizen können. Dies trifft insbesondere auf parfümierte Binden zu.

1. Übermäßige Nutzung von Küchentüchern und Schwämmen

Die Küche muss natürlich regelmäßig und gründlich gereinigt werden — das trifft auf die Arbeitsfläche, das Spülbecken und andere Oberflächen zu. Meist werden sie mit einem Küchentuch gereinigt, das man danach nicht wegwirft, sondern neben der Spüle zum Trocknen liegen lässt.

Unglücklicherweise können nasse Oberflächen Bakterien und Keime in der Küche verteilen. Damit das nicht passiert, gibt es einen Trick: Legt nasse Schwämme und Handtücher für 60 Sekunden in die Mikrowelle, um sie zu trocknen.

Gibt es noch andere schlechte Gewohnheiten, die allem Anschein nach Gute sind? Verratet sie uns im Kommentarbereich!

Bildnachweis der Vorschau Depositphotos.com
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