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10 Tiere, deren Schwangerschaften und Geburten einfach bizarr sind

In der Tierwelt gehen manche Eltern bis zum Äußersten, wenn es darum geht, ihren Nachwuchs auf die Welt zu bringen. Tiere gebären auf unterschiedliche Weise; je nach Art kann der Nachwuchs tonnenschwer sein, vom Männchen abstammen und sogar eine Tragezeit von mehr als drei Jahren haben.

Sonnenseite will euch 10 sehr ungewöhnliche Geburten aus dem Tierreich zeigen. Das zeigt, dass die Mütter und Väter dieser Erde höchste Anerkennung verdienen, denn ihre Arbeit geht weit über das hinaus, was sie zur Sicherung ihres Nachwuchses leisten.

1. Kiwi

Der Kiwi ist einer der eigentümlichsten Vögel der Erde, aber er ist vom Aussterben bedroht. Zunächst einmal neigen Männchen und Weibchen dazu, sich ein Leben lang nur mit einem Partner zu paaren, weshalb sie als monogam gelten. Eine weitere Besonderheit ist das Verhältnis zwischen dem Gewicht des Eis und des Körpers des Weibchens. Im Durchschnitt macht ein Ei 15% des Körpergewichts aus, es kann aber auch bis zu 20% ausmachen. Außerdem ist es das Männchen, das die Eier ausbrütet.

2. Schnabeltier

Das Schnabeltier ist eines der wenigen Säugetiere, die Eier legen. Nach einer Tragezeit von etwa 28 Tagen gräbt das Weibchen eine Höhle und legt sie dort ab. Sie bebrütet sie dann 10 Tage lang, bis sie die Schale aufbrechen. Die Jungtiere ernähren sich 3-4 Monate lang von der Milch ihrer Mutter, bevor sie den Bau verlassen, um Nahrung zu suchen.

3. Giraffe

Nach 15 Monaten, der normalen Trächtigkeitsdauer für diese Art, gebären die Giraffenweibchen im Stehen. Aus diesem Grund müssen die Kälber bei der Geburt einen Fall von mehr als 1,5 Metern überstehen. Innerhalb einer halben Stunde sind sie wieder auf den Beinen, und nach nur 10 Stunden laufen sie mit ihren Müttern.

4. Buckelwal

Ein ausgewachsener Buckelwal kann bis zu 16 Meter lang werden und wiegt im Durchschnitt 36 Tonnen. Die Trächtigkeitsdauer dieser Art beträgt 11 Monate, und die Kälber können bis zu 4 Meter lang und bis zu 1,5 Tonnen schwer werden. Unmittelbar nach der Geburt können die Kälber schwimmen, und innerhalb von sechs Wochen begleiten sie ihre Mütter auf einer 5 000 km langen Wanderung auf der Suche nach Nahrung.

5. Surinamische Kröte

Die Surinam-Kröte (Pipa pipa) ist eine blattähnliche Amphibie, die in den Dschungeln Südamerikas lebt. Um sich fortzupflanzen, legt das Männchen befruchtete Eier auf dem Rücken des Weibchens ab, woraufhin die Haut um sie herum wächst. Die Jungen entwickeln sich vier Monate lang, und wenn sie aus dem Rücken des Weibchens schlüpfen, sind sie voll ausgebildete Frösche.

6. Seepferdchen

Seepferdchen sind monogam, und Paare werden ein Leben lang zusammen bleiben. Dieses einzigartige Tier ist eine der wenigen Arten, bei denen das Männchen die Eier ausbrütet. Während der Paarung deponieren die Weibchen sie in einem von den Männchen gehaltenen Bauchbeutel. Anschließend befruchten und bebrüten sie die Eier und bringen winzige Seepferdchen zur Welt.

7. Känguru

Weibliche Kängurus haben einen Beutel im Bauch, der von einer Hautfalte gebildet wird und in dem sie ihre Jungen, die so genannten Joeys, aufziehen. Die Neugeborenen sind etwa 2,5 Zentimeter lang, weshalb sie durch das Fell der Mutter in die Sicherheit und den Komfort des Beutels gelangen. Joeys ernähren sich in den ersten Monaten von der Muttermilch. Um den vierten Monat herum verlassen sie den Beutel für kurze Ausflüge, um Sträucher oder Gräser zu fressen. Und mit 10 Monaten sind die Jungtiere groß genug, um den Beutel für immer zu verlassen.

8. Buntbarsche

Buntbarsche sind eine der größten Familien der Wirbeltiere. Viele Buntbarscharten behalten ihre Eier im Maul, um ein längeres Überleben zu gewährleisten. Der Prozess läuft folgendermaßen ab: Wenn die Zeit der Fortpflanzung gekommen ist, legt das Weibchen die Eier ab und sammelt sie mit dem Maul ein. Die Männchen befruchten sie dann und die Brutzeit dauert etwa sieben Tage. Während dieser Zeit füttert die Mutter nicht, bis ihre Jungen geboren sind.

9. Wels (Synodontis multipunctatus)

Der Wels (Synodontis multipunctatus) hat die Fähigkeit, seine eigenen Eier zwischen denen der Buntbarsche zu verstecken. All dies geschieht in den wenigen Sekunden zwischen dem Zeitpunkt, an dem das Buntbarschweibchen sein Ei ablegt und sich zum Fressen zusammenklappt. Da die Eier der Welse schneller wachsen und schlüpfen als die der anderen Tiere (zwei bis drei Tage), fressen die Neugeborenen oft die Eier der Buntbarsche, die etwa sieben Tage zum Schlüpfen brauchen.

10. Aalhai

Stell dir vor, du bist 3,5 Jahre lang schwanger! Im Gegensatz zu anderen Arten bringt diese Art lebende Jungtiere zur Welt, anstatt Eier zu legen. Aalhaie (Chlamydoselachus anguineus) haben zwischen 2 und 15 Jungtiere. Sie schlüpfen aus ihren Eikapseln im Mutterleib und bleiben dort bis zu 42 Monate lang.

Kennst du andere Tiere, die Einlingsschwangerschaften oder -geburten haben?

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